Heimat- und Trachtenverein Ering a. Inn

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Trachtler aus dem Landkreis Rottal-Inn auf Wallfahrt nach Sankt Anna

Im Landkreis Rottal-Inn stoßen drei verschiedene Trachtengaue aufeinander: der Dreiflüssegau (Passau), der Inngau (Rossenheim), sowie der Trachtengau Niederbayern (Deggendorf). Dadurch sind die einzelnen Trachtenvereine fest in den Gauen vertreten. Um die Nachbarvereine aus der nahen Umgebung jedoch besser kennen zu lernen und die Gemeinschaft vor Ort zu stärken, führen die Trachtenvereine aus dem Landkreis Rottal-Inn seit 1980 jährlich eine Trachtenwallfahrt durch. Diese findet abwechselnd in den jeweiligen Trachtler-Heimaten statt. Hierbei sollen auch Kirchen und Kapellen im Vordergrund stehen, die viele so nicht kennen.

Zur diesjährigen Trachtenwallfahrt lud der Heimat- und Trachtenerein aus Ering a. Inn ein. Am Sonntag, den 18. Mai war es das Ziel, von der Kreuzbäckerkapelle mitten in Ering zur Wallfahrtskirche Sankt Anna zu pilgern. Das Wetter war am frühen Morgen noch sehr durchwachsen. Pünktlich zum Start der Wallfahrt kam jedoch Sonnenschein. Somit konnten über zehn Trachtenereine aus dem Landkreis Rottal-Inn, sowie vier weitere Eringer Dorfvereine im Trockenen die Wallfahrtsstrecke entlang des Eringer Kreuzweges nach Sankt Anna wallfahrten. Begleitet wurde die Wallfahrt von Pfarrer Peter Kieweg, der die Wallfahrt mit Gebeten begleitete.

In der voll besetzten Sankt Anna Kirche zelebrierte Pfarrer Kieweg einen würdevollen Gottesdienst. Hierbei ging er auf die Wahre Liebe im Himmel ein und führte auf, in welchem Wandel die Heimat ist. Hier wurde klar, dass Heimat, Christliche Werte und die Liebe zu Gott auch wesentlicher Bestandteil der Trachtenereine ist und nicht nur ein Themengebiet der Kirche ist. Die musikalische Umrahmung wurde vom Akkordeon-Trio gestaltet. Zudem waren Musiker und Musikerinnen des Heimat- und Trachtenvereins aktiv dabei um auch gemeinsam mit dem Eringer Singkreis den Festgottesdienst zu gestalten.

Nach Dank von Pfarrer Kieweg zeigte sich auch Vorstand des Eringer Trachtenvereins Alois Osterholzer dankbar und erfreut über die vielen anwesenden Trachtlerinnen und Trachtler. Besonders für den kurzweiligen Sonnenschein während der Wallfahrt lobte man den himmlischen Beistand. In der 40-jährigen Vereinsgeschichte des HTV Ering war dies bereits die dritte Trahtenwallfahrt, die der Eringer Trachtenverein organisierte. Vorstand Alois Osterholzer ging darauf ein, dass bereits 1988 eine Wallfahrt nach Sankt Anna führte, jedoch aufgrund der Renovierung und Altarsegnung im Jahr 2020 die Wallfahrtskirche schließlich neu sei und dadurch die Wallfahrt sozusagen doch zum ersten Mal in der erneuerten Wallfahrtskirche stattfand. Wie auch im Jahr 2015, wo die letzte Trachtenwallfahrt der Eringer stattfand, lobte Vorstand die Gemeinschaft der Trachtenvereine. Hierfür stehe auch Sankt Anna - die Patronin der Mütter und Familien. Schließlich seinen Familien der Grundstein der Gemeinschaft. Umso schöner sei es, mit der großen Trachtlergemeinschaft zur Heiligen Sankt Anna gewallfahrtet zu sein.

Grußworter richtete Alois Bachmeier (Arnstorfer Trachtler) aus, der stellvertreten für den verhinderten Kreisrundenvorsitzenden sprach. Er danke dem HTV für die schöne Gestaltung der gesamten Wallfahrt. Er freue sich gemeinsam Zeit zu verbringen und letztendlich auch gemeinsam zum Mittagstisch zusammen zu kommen.

Als Vertreter des Landkreises war stellvertretender Landrat Kurt Vallee vor Ort. Er gratulierte dem HTV Ering für sein 40-jähriges bestehen und zeigte sich dankbar, eine solch akive Trachtlerszene im Landkreis zu erleben. Heimatliebe, Brauchtum und die gelebte Gemeinschaft seinen zentrale Themen im Alltag.

Auch Erings Bürgermeister Hans Wagmann lies es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die anwesenden Trachtler zu richten. Er freue sich, so viele in Ering begrüßen zu dürfen und ging darauf ein, dass Ering auch neben der aktiven Trachtlergemeinschaft einiges zu bieten habe. Er freue sich, so viele aus allen Ecken des Landkreises in seiner Gemeine willkommen heißen zu dürfen.

Nach den Grußworten wurde der Gottesdienst mit der Bayernhymne abgeschlossen. Im "ungezwungenden Haufen" wurde zurück zur Eringer Grundschule maschiert. Währenddessen konnte man sich mit den Trachtlern aus den Nachbarvereinen gut unterhalten. Am Vorplatz der Grundschule kehrte man zum Mittagessen bei Grillspezialitäten, Salaten und Kaffee und Kuchen ein. Hierfür sorgten viele fleißige Helfer aus den Reihen des HTV Ering. Bis dahin zeigte sich das Wetter von der Besten Seite. Erst zu Ende der Veranstaltung fielen einige Tropfen Regen, welche von der Natur schon lange sehnlich erwartet wurde. Für alle Anwesenden war dies jedoch kein Problem, schließlich konnte man gemütlich unter Dach zusammensitzen und gemeinsam gesellige Stunden bis in den Nachmittag hinein genießen.